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Mini-Thanksgiving für 2-4 Personen

Morgen ist Thanksgiving! Und ja, ich finde auch man muss nicht alle amerikanischen Traditionen übernehmen. Allerdings haben wir Verwandschaft in den USA, und als mein Freund und ich letztens mal wieder durch die Fotos gestöbert haben, haben wir festgestellt, dass er bei seinem letzten Besuch auch Thanksgiving mitgenommen hat! Und es gab Fotos vom Essen… es war viiiel Essen. Und es sah wirklich, wirklich lecker aus.

Auf jeden Fall haben uns diese Fotos inspiriert und Hunger gemacht und da dachten wir uns: Warum eigentlich nicht einfach selber im Kleinformat kochen?! Also haben wir uns aufgemacht und eingekauft. Dabei fehlen natürlich in unserem Einkaufkörbchen und entsprechend auf unserem Tisch ein paar wirklich traditionelle Sachen, und ein paar sind abgewandelt, aber zu zweit können wir nun wirklich nicht alles was dazu gehören würde kochen und verputzen.

Wir haben uns geeinigt folgendes zuzubereiten: Ein Hähnchen (mit Brezel-Apfel-Cranberry-Füllung), Kartoffelpüree und Gemüsebeilagen (Buttermais, glasierte Möhren und Brokkoli). Und es ist wirklich lecker geworden!

Und ja, ein Hähnchen ist kein Truthahn… Aber es soll ja auch nur ein „Mini“-Thanksgiving sein. Klassisch fehlt natürlich auch das „Ham“, also der gekochte Schinken, aber so viel konnten wir dann nun wirklich nicht essen! Traditionell bei der Verwandschaft gab es beim oben erwähnten Thanksgiving: Truthahn mit Stuffing und Soße, Ham, Rosenkohl, Mais, Kartoffelpüree, Süßkartoffelpüree, kleine Brötchen, Cranberrybrot, Kürbis-Walnussbrot, Cranberrysoße, Cranberrymarmelade und Kürbiskuchen! Wozu mir auffällt: Den Nachtisch haben wir auch nicht mehr geschafft. Vielleicht nächstes mal.

Ich versuche jetzt mal, euch möglichst genau zu erklären, wie wir alles zubereitet haben (wir sind nämlich solche Freestyle-Köche, die alles nach gutdünken machen, weshalb es gar nicht so einfach ist hinterher eine Art Rezept zu erstellen!!!). Dabei ist natürlich immer ein bisschen Spielraum und man kann natürlich alles nach dem eigenen Geschmack abändern! Das Folgende soll also eher eine Inspration als eine direkte Anleitung sein. Und wem das Ganze zu viel Text ist, kann sich auch einfach durch die eingestreuten Bilder inspirieren lassen und das geschriebene einfach ignorieren. 🙂

Das Hühnchen (und die Soße)

Zutaten: ein Hühnchen, eine alte Brezel (oder ein altes Brötchen), zwei Zwiebeln, ein Apfel, getrocknete Cranberrys, zwei Knoblauchzehen, eine Möhre, Schluck Wein oder Calvados, Rübensirup, etwas Butter und Gewürze

Für das Hühnchen haben wir erstmal die Füllung vorbereitet. Dafür wird eine alte Brezel in Wasser aufgeweicht. Während die Brezel das Wasser zieht kann man schon mal eine kleine Zwiebel und einen (säuerlichen) Apfel in kleine Stücke schneiden. Die Cranberrys kann man am Stück verwenden wenn man mag, wir haben aber auch diese ein bisschen klein geschnitten. Wenn die Brezel komplett aufgeweicht ist, das Wasser ausgießen und die Brezel so gut wie möglich ausdrücken. Dann die restlichen kleingeschnittenen Zutaten hinzufügen, gut Salzen und Pfeffern (nach belieben auch noch andere Gewürze verwenden) und das ganze einmal kräftig durchkneten!


Dann das Huhn nehmen und einmal testen ob sich im inneren noch Innereien befinden. Falls ja, raus nehmen (und zubereiten oder weg tun, für alle die nicht so auf Innereien stehen). Dann das Hühnchen mit eurer Füllung stopfen. Wir hatten ein ziemlich kleines Huhn – wenn Ihr also ein größeres nehmt müsst Ihr natürlich auch mehr Füllung zubereiten damit es voll wird!
Wenn das alles geschafft ist, kommt das Huhn mit etwas Wasser, einem Schluck Calvados einer grob geschnittenen Möhre und einer grob geschnittenen Zwieben plus den beiden Knoblauchzehen in eine ofenfeste Form und darf dann auch von außen noch mit ein wenig Butter eingerieben gut gepfeffert und gesalzen werden.
Dann bei 180 °C ab damit in den Ofen! Je nach Größe natürlich auch hier unterschiedlich lang, ca. 1 – 1,5 Stunden. Wenn man sich nicht sicher ist, entweder ein Bratenthermometer verwenden oder eben einfach mal am Schenkel anschneiden und gucken wie weit es ist. Wir haben das Hühnchen ca. 20 min bevor es fertig war noch mit etwas Rübensirup bestrichen – für eine leckere knusprige Haut.

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Die Suppe, in der das Hühnchen „schwimmt“, wird zu einer super leckeren Soße! Wir essen die meistens einfach so. Wer ein bisschen mehr Zeit hat kann die Flüssigkeit in einen Topf geben und nach belieben noch etwas einkochen oder andicken und natürlich noch abschmecken.

Das Püree

Zutaten: Kartoffeln, Butter, Sahne, Gewürze

Ich vermute, das Kartoffelpüree kann ich kurz halten, weil es irgendwie selbsterklärend ist. Die Kartoffeln schälen und in leicht gesalzenem Wasser kochen. Wenn sie gar sind abgießen, ein kleines Stück Butter und etwas Sahne dazu geben und dann stampfen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen – fertig!
Leckere Alternative oder leckere zusätzliche Beilage: Süßkartoffelpüree! Einfach das gleiche machen, nur die Kartoffeln durch Süßkartoffeln ersetzen.

Das Gemüse

Zutaten: Mais, Brokkoli, Möhren, Butter, Salz, Pfeffer, Rübensirup

Da wir Mais aus der Dose hatten, haben wir diesen einfach abtropfen lassen und mit etwas Salz in Butter angeschwenkt – mehr braucht es eigentlich nicht. Lecker!
Auch der Brokkoli ist ganz klassisch und simpel: In kleine Röschen schneiden und in leicht gesalzenem Wasser kochen. Wenn man ihn nach der Garzeit kurz abschreckt, bleibt er schön grün! Wer es ein bisschen extravaganter mag kann noch geröstete Mandelplättchen darüber geben, passt sehr gut dazu.
Die Möhren haben wir in Streifen geschnitten und nach ein paar Minuten einfach zum Brokkoli gegeben, damit sie etwas weicher werden. Dann kommen sie in eine ofenfeste Form und werden gesalzen, gepfeffert und mit ein wenig Rübensirup versehen – dann ab damit zum Huhn in den Ofen! Durch den Rübensirup karamellisieren die Möhren dann im Ofen noch schön… nom nom…

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Das Schwierigste bei der ganzen Sache ist eigenlich die Koordination – es soll ja später nichts kalt auf dem Tisch landen!
Als erstes haben wir das Huhn fertig gemacht und in den Ofen geschoben – das braucht definitiv am Längsten. Wenn das gute Tier im Ofen gelandet ist kann man gut die Kartoffeln, den Brokkoli und die Möhren vorbereiten. Wir haben die Kartoffeln aufgestellt, als unser Huhn für ca. 30 min im Ofen war und danach gleich Brokkoli und Möhren. Das Kartoffelpüree einfach dann machen, wenn die Kartoffeln gar sind – mit Deckel auf dem Topf bleibt es lange warm. Wenn der Brokkoli gar ist, diesen und die Möhren abgießen und die Möhren wie oben beschrieben mit in den Ofen packen. Auch beim Brokkoli einfach wieder in den Topf, eventuell mit ein wenig Butter, und Deckel drauf damit er schön warm bleibt! Den Mais einfach zeitgleich mit der Soße zubereiten, heißt wenn das Huhn fertig ist, denn das kann ruhig ein paar Minuten außerhalb es Ofens ruhen wenn es gar ist!
So – so haben wir es also irgendwie geschafft das alles ungefähr gleichzeitig fertig und auch noch warm war. Andere Leute haben da bestimmt auch andere oder sogar bessere Ideen zu, aber es hat funktioniert und damit waren wir schon mehr als zufrieden! 😉

Das war es schon! Naja, schon ist untertrieben, ein bisschen Aufwand ist es doch. Aber man macht es ja nicht jeden Tag und manchmal darf es ja auch mal etwas mehr sein! Habt Ihr auch irgendeine Verbindung zu Thanksgiving oder nutzt es einfach als eine Ausrede um mal ein bisschen ausufernder zu kochen? Erzählt uns doch davon in den Kommentaren oder bei Facebook, Twitter und Instagram.

wurm2

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