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Lars Pettersson – Einsam und kalt ist der Tod

Ich habe es mal wieder geschafft und ein Buch zu Ende gelesen! Irgendwie habe ich mich da die letzten Wochen schwer getan – und dann hatte ich auch noch so eine dicke Erkältung das selbst lesen keinen Spaß mehr gemacht hat und zu anstrengend war… Aber nun kann ich behaupten, meinen ersten Lappland – Krimi gelesen zu haben.

Da ich es glaube ich einfach nicht wirklich schaffen würde, den Inhalt des Buchen so zusammenzufassen, dass es für euch als Aussenstehende Sinn ergeben würde, mache ich es heute mal anders und gebe euch den Klappentext des Verlages als Zusammenfassung:

20170105_134721„Die Stockholmer Staatsanwältin Anna Magnusson wird von ihren samischen Großeltern um Hilfe gebeten: Sie soll ihren Cousin verteidigen. Ihm wird vorgeworfen, eine Frau vergewaltigt zu haben. Als das Opfer wenig später in der eisigen Wildnis ums Leben kommt, wird Anna misstrauisch und beginnt, nach der Geschichte hinter der Geschichte zu suchen. Sie entgeht dabei selbst nur knapp einem Mordanschlag und gerät mitten in einen archaischen Konflikt im Herzen Lapplands …“

Doch auch dieser kann für mich das Buch irgendwie nicht adäquat zusammenfassen. Was sich nach typischem Krimi anhört, ist doch auf vielen Ebenen ein Ausflug in eine Landschaft und eine Kultur, die zumindest mir vorher völlig fremd war. Anna verstrickt sich in ihre Familiengeschichte und in ihren Schuldgefühlen – und irgendwie ist eben doch nicht nur ihre eigene Familie betroffen, sondern eine ganze Gemeinschaft irgendwo tief oben im Schnee.

Und so geht es eben nicht nur um das klären eines aktuellen Falls, sondern auch darum, sich damit auseinander zu setzen, ob das Rechtssystem wirklich in jeder Umgebung das tut, was es soll – nämlich zu Gerechtigkeit führen. Das Buch bietet einen faszinierenden Einblick in die samische Kultur: den Aufbau und die Tradition in der Familie, den Wert des Rentierrudels und das Leben in eisiger und unbarmherziger Kälte.

Für mich persönlich ist die Krimi-Handlung dabei fast ein wenig in den Hintergrund gerückt – so viel gab es drum herum zu verstehen und zu entdecken. Und obwohl für mich manche Charaktere zu flach waren, um wirkliche Beziehungen zu Ihnen aufbauen zu können und ich andere in Ihrem tun und lassen schlicht und ergreifend nicht verstehen konnte, war dieses Buch für mich ein voller Erfolg und mal etwas vollkommen neues.

Lest ihr gerne Bücher aus dem hohen Norden? Oder habt ihr vielleicht sogar dieses Buch schon gelesen?

wurm2

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2 Kommentare zu „Lars Pettersson – Einsam und kalt ist der Tod

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