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Nicht beendete Bücher

Ich glaube, wir haben sie alle im Schrank – Bücher, die aus irgendeinem Grund nicht gelesen werden oder auch einfach nie beendet werden. Das warum ist mir aber ehrlich gesagt nicht immer ganz klar, denn die meisten Bücher habe ich mir natürlich gekauft, weil sie mich angesprochen haben und ich sie lesen wollte.

Im folgenden findet ihr also drei meiner „Schrankleichen“ mit dem entsprechenden Klappentext und einem kurzen Kommentar von mir: Ob mir die Storyline nicht gefallen hat, ich mit dem Sprachstil nicht zurecht gekommen bin oder ob ich eigentlich gar nicht weis, warum das Buch im Abseits gelandet ist. Vielleicht kennt der ein oder andere von euch das ja auch…

Vielleicht kennt ja der ein oder andere von euch eins der Bücher und kann mich motivieren es weiter zu lesen, weil es wirklich gut ist? Was sind eure „Schrankleichen“?

Mark Z. Danielewski – House of Leaves (Das Haus)
20170122_150414„Als der Erfolgsschriftsteller Will Navidson mit seiner Frau und den beiden Kindern in das neue Haus zieht, ahnt er nicht, was für ein Alptraum ihm bevorsteht. Er bemerkt eines Tages, dass dieses Haus über Räume verfügt, die kein Grundriss verzeichnet. Bei einer ersten Erkundung dieser Räume kommt er mit dem Schrecken davon und findet gerade noch den Rückweg. Doch das Haus beginnt ein immer monströser werdendes Eigenleben zu führen. Und immer mehr der herbeigerufenen Spezialisten und Helfer fallen den unheimlichen Räumen zum Opfer …“

Ich habe euch hier die deutsche Beschreibung gegeben – bei mir im Regal steht allerdings die englische Version des Buchs. Bei diesem Buch muss ich sagen: Ich weiß nicht genau warum ich es nie beendet habe und immer nur bis zu den ersten 150 Seiten gekommen bin – es ist auf jeden Fall spannend und ansprechend. Vielleicht liegt es daran, dass das lesen mit relativ viel Aufwand verbunden ist: Es ist eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte, mit vielen Fußnoten und Erzählsträngen, die man verfolgen muss. Des Weiteren besteht das Buch nicht einfach nur aus Text, sondern vielmehr aus Textbausteinen, Notizzetteln, Kästchen und auch spiegelverkehrtem oder auf dem Kopf stehenden Text. Vielleicht habe ich irgendwann man die Zeit und die Muße, das Buch zu beenden, denn eigentlich verspricht es wirklich viel.

Zadie Smith – Der Autogrammhändler
20170122_150442„Alex-Li Tandem, ein chinesischer Jude aus Nordlondon, Ende zwanzig, ist Autogrammhändler. Er sucht und sammelt, feilscht und handelt – doch richtig interessieren tun ihn die Autogramme schon lange nicht mehr. Nur eine einzige Autogrammkarte lässt die einstige Leidenschaft wieder aufleben und reißt Alex-Li aus seiner ausgeprägten Passivität: Er will unbedingt in den Besitz einer Unterschrift der geheimnisumwitterten Diva Kitty Alexander gelangen, die er seit Jahren verehrt. Alex-Li wähnt sich am Ziel seiner Träume, als er eines Tages nicht nur eine Autogrammkarte von seiner Angebeteten erhält, sondern die Diva ihn auch noch bei einem Deal unterstützen will.Ein wunderbar origineller Roman über Götter und Götzen und den unwiderstehlichen Drang, einmal berühmt zu sein, und sei es nur für einen Tag.“

Über Zadie Smith habe ich viel gutes gehört und wollte unbedingt mal ein Buch von ihr lesen… Da bin ich über den Autogrammhändler gestolpert und habe ihn einfach mal eingepackt. Ich habe auch rein gelesen und ich muss sagen, dass mich die Sprache einfach nicht anspricht – ich konnte dadurch einfach nicht mit dem Buch warm werden. Im Nachhinein ärgere ich mich sehr, dass ich das Buch nicht auf englisch gekauft habe, denn ich könnte mir vorstellen, dass viele Ausdrücke und Sätze in der Originalsprache deutlich authentischer klingen würden und ich das Buch eventuell sogar sehr interessant finden könnte! Vielleicht versuche ich mich irgendwann noch mal an Smiths Erstlingswerk „Zähne zeigen“, welches ja sehr gute Kritiken bekommen hat.

Marion Zimmer Bradley – Die Nebel von Avalon
20170122_150325„Morgaine, die Hohepriesterin des Nebelreichs Avalon und Schwester von Artus, erzählt die wahre Geschichte ihres königlichen Bruders und der Ritter der Tafelrunde. Zum ersten Mal erzählt eine Frau diese Geschichte, zeigt die Heldengestalten in einem neuen Licht und erinnert daran, dass einst Frauen die Macht in den Händen hielten: Sie lenken im Verborgenen das Geschick ihrer Zeit und setzen den König der Legenden auf den Thron, geben ihm das heilige Schwert Excalibur.“

Wieder mal ein Buch, dass ich für eine Bahnfahrt gekauft habe… Und dann irgendwie doch nicht gelesen. Ich hatte mal wieder Lust auf ein Fantasy-Buch und dieses stand eben in dem kleinen Antiquariat, in dem ich gestöbert habe, während ich auf den Zug gewartet habe. Mich hat unter anderem der Bezug zur Artussage fasziniert. Soweit ich weiß, soll es auch ein ziemlich gutes Buch sein. Trotzdem steht es seit besagter Bahnfahrt in meinem Schrank und ist aus diesem auch nicht mehr hervorgeholt worden.

Hat jemand von euch eins der Bücher vielleicht schon gelesen  und kann mich motivieren es zu beenden, weil es wirklich gut ist? Was sind eure „Schrankleichen“?

wurm2

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3 Kommentare zu „Nicht beendete Bücher

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