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Gavin Extence – Das unterhörte Leben des Alex Woods…

… oder warum das Universum keinen Plan hat

Das Buch habe ich mir gekauft, nachdem ich die Rezension dazu auf Nelas Blog livricieux gelesen habe. Es hat mich einfach angesprochen und war mal etwas, das ich lange nicht mehr gelesen habe… Ihre Rezension zu diesem wundervollen Buch findet ihr hier.

Das Buch beginnt mit einem Stück vom Ende, in dem der zu dem Zeitpunkt 17-järige Alex erzählt, wie er auf der Einreise zurück nach Großbritannien von der Polizei aufgegriffen wird – mit einer Urne auf dem Beifahrersitz und jeder Menge Gras.

Daraufhin erzählt er in der Ich-Perspektive, wie er zu diesem Punkt in seinem Leben gekommen ist; dafür holt er relativ weit aus und das Ganze ist teilweise ziemlich verrückt. Alex wird mit 10 in seinem zu Hause von einem Meteoriten getroffen und überlebt dies tatsächlich. Wenig später stellt sich heraus, dass dieser Zusammenprall jedoch nicht ganz ohne Einfluss an ihm vorüber geht, denn er leidet an einer Temporallappenepilepsie. Durch die häufigen Anfälle muss er eine Weile zu Hause bleiben, wobei er sich die Zeit mit dem lesen von neurologischen und Astrophysik Büchern vertreibt. Der Wiedereinstieg in die Schule ist, wie zu erwarten, nicht besonders einfach und er findet sich als Außenseiter wieder, der von seinen Mitschülern gemobbt wird. Eine Verkettung von Umständen führt schließlich dazu, dass er bei dem einsiedlerischen Mr. Peterson zu „Strafarbeiten“ verdonnert wird. Aus den zwei so unterschiedlichen Personen entwickelt sich jedoch eine ungewöhnliche Freundschaft…

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Für mich war dies ein äußerst faszinierender und vielschichtiger Roman. So ging es ebenso um das „anders sein“, ums erwachsen werden und um die Freundschaft als auch um Weltanschauung, Philosophie, Wissenschaft und die Bedeutung von Leben und Tod. Vor allem jedoch handelt es vom Recht der Selbstbestimmung und darum, in jeder Situation das zu tun, was man als richtig erachtet.

Die Ich-Perspektive reißt einen direkt von Beginn an mitten in Alex leben, sei es noch so verschieden vom Eigenen. Das Buch zieht einen einfach in seinen Bann – zumindest erging es mit so und ich habe es tatsächlich im Verlauf eines Nachmittags und Abends verschlungen.

Während mich die zugleich oft komische, aber auch traurige Geschichte zwar völlig in ihren Bann zog, hat sie mich, trotz des oft schweren Themas interessanterweise nie traurig gestimmt. Dies liegt bestimmt auch am Schreibstiel des Autors, der teils locker, teils wissenschaftlich rüber kommt und immer mit einer Priese Humor versehen ist. So hat mich die Geschichte zwar auf diversen Ebenen sehr berührt, jedoch keine stärkeren Emotionen gefordert.

Was das Buch auf jeden Fall tut, ist die grauen Zellen anregen – und sich mal wieder intensiver mit Leben, Tod und dem dahinter stehenden Sinn nachzudenken.

Tatsächlich finde ich es schwer, meine Gedanken zu dem Buch in Worte zu fassen. Am Ende kann ich nur sagen, dass mich das Buch sehr bewegt hat und dass ich es jedem als Lektüre ans Herz legen kann.

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2 Kommentare zu „Gavin Extence – Das unterhörte Leben des Alex Woods…

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