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S. K. Tremayne – Eisige Schwestern

Es gibt endlich mal wieder eine Buchrezension! Vor einer kleinen Weile habe ich den Psychothriller Eisige Schwestern von S.K. Tremayne gelesen. Ich muss gestehen, dass dies noch in der etwas kälteren Zeit zu Beginn dieses Jahres war – da hat das Buch aber von der Grundstimmung auch besser zum Wetter gepasst.

Eisige Schwestern erzählt das Schicksal einer Familie – zum einen aus der Sicht der Mutter Sarah in der Ich-Perspektive, zum anderen in der dritten Person, wobei diese Passagen sich meist um deren Ehemann Angus und seine Sichtweise drehen. Nach dem Verlust ihrer Tochter Lydia ziehen sie mit Zwillingsschwester Kristie aus London auf die von Angus Großmutter geerbte Hebrideninsel und erhoffen sich dabei durch den drastischen Szenenwechsel und die karge, raue aber auch schöne Landschaft mit dem Verlust abschließen zu können. Doch alleine auf einer Insel tun sich neue Schwierigkeiten auf und man weiß nicht, wem und was man noch trauen kann.

Das Setting zu dem Buch hat mir gut gefallen – zwar wirkt eine einsame, karge Hebrideninsel ein wenig klischeehaft für den Handlungsort eines Psychothrillers, jedoch fand ich persönlich die Landschaft, das Wetter und die Einsamkeit eine sehr passende Szenerie für die Geschichte.

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Nun muss ich leider gestehen, dass mich diese nicht ganz mitreißen konnte. Die Storyline an sich, die Wendungen und die Probleme innerhalb der Familie konnten mich faszinieren. Gut gefallen haben mir die verschiedenen Erzähl-Perspektiven: So wurden nach und nach immer neue Aspekte rund um die Familie aufgerollt, die man so erst gar nicht erwartet hätte.

Insgesamt jedoch war mir Sarah als Hauptperson lange Zeit zu undurchsichtig. Ich glaube, ein bisschen liegt es daran, dass ich ihr Verhalten an manchen Stellen des Buchs leider gar nicht nachvollziehen konnte und ihre Probleme teils ein wenig „hausgemacht“ waren. Gestört hat mich dabei ehrlich gesagt auch ihre Triebsteuerung, zu der es zwar gegen Ende eine Art Erklärung gibt – ganz in die Szenerie gepasst hat sie für mich trotzdem nicht. Angus blieb leider zu Beginn auch zu wenig beschrieben (mal abgesehen von den vielen Episoden, wo er aggresiv ist und sich vorstellt wie er seine Frau bestrafen könnte) und so konnte ich erst relativ spät im Buch überhaupt etwas mit ihm und seiner Rolle anfangen. Oft muss ich sagen, dass ich die Handlungen von sowohl Sarah als auch Angus als absurd empfunden habe – vielleicht hätten Sie ab und an einfach mal miteinander sprechen sollen.

20170317_093756Ich fand das Buch definitiv interessant d und habe es auch relativ schnell gelesen, allerdings habe ich mich ehrlich gesagt einen höhreren „Gruselfaktor“ gewünscht. Trotz der wundervoll geschaffenen Athmosphäre hat sich diese Art der Spannung einfach nicht bei mir einstellen wollen. Zudem muss ich sagen, dass ich die Handlungen der Charaktere, je weiter das Buch voranschritt, immer absurder fand.

Habt ihr Eisige Schwestern gelesen? Wie fandet ihr das Buch? Konnte es euch begeistern und mitreißen?

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Ein Kommentar zu „S. K. Tremayne – Eisige Schwestern

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